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Tierkennzeichnung Ohrmarkenformen und Größen

Tierkennzeichnung dient vor allem der zweifelsfreien Identifizierung eines Einzeltieres.
Gerade bei großen Tierbeständen oder bei naturnahen Haltungen, wo der Mensch immer weniger Kontakt zum Tier hat, ist es kaum mehr möglich, die Tiere eindeutig voneinander zu unterscheiden.

Aber immer mehr Gründe wie züchterische Rückverfolgbarkeit, Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln, Zuordnung entlaufender oder entwendeter Tiere und nicht zuletzt gesetzliche Vorgaben machen eine eindeutige Einzeltieridentifzierung erforderlich.

Wichtig bei der Tierkennzeichnung ist die gute und unaufwendige Erkennbarkeit, Unverwechselbarkeit, geringe Verlustraten und benutzer- und tiergerechte Anbringung und Handhabung.

Grundsätzlich wird zwischen der visuellen und elektronischen Kennzeichnung unterschieden.
Bei der visuellen Kennzeichnung wird in der Regel über Ohrmarken gekennzeichnet.
Bei der elektronischen Kennzeichnung gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. TEXAS TRADING bietet die elektronische Ohrmarke, den Bolus und das Injektat.

Unerlässlich bei elektronisch gekennzeichneten Tieren ist ein passendes Lesegerät zum Auslesen der Markierung.
Bei nicht handführigen Tieren muss eine elektronischen Kennzeichnung und dazugehörige Leseeinheit mit großer Reichweite gewählt werden, um zuverlässiges und rasches Auslesen zu gewährleisten.

Visuelle Tierkennzeichnung
Elektronische Tiererkennung
Handlesegeräte

Stationärer Treibgangleser



Visuelle Tierkennzeichnung
ALLFLEX Kunststoff-Ohrmarken sind durch und durch flexibel. Das weiche Material Polyurethan sorgt dafür, dass Ohren nicht wundscheuern und garantiert Langlebigkeit. Polyurethan ist alterungsbeständig gegen Umweltbedingungen wie Sonnenlicht oder Amoniak.

Die zweiteiligen Ohrmarken sind in unterschiedlichen Größen lieferbar, wobei der weibliche und der männliche Teil der visuellen Ohrmarken für jeden Bedarf beliebig untereinander kombinierbar sind.

Das ALLFLEX-System arbeitet bei den Größen „Junior“, „Senior“ und „Super Maxi“ im weiblichen Teil der Ohrmarke mit vorne geschlossenen Verschlusskappen mit dem speziellen Rotaclip-Sicherungsring.
Diese Marken sind fest geschlossen, und dennoch sind beide Teile besonders leicht gegeneinander im Ohr drehbar.
Durch den flexiblen Dorn des männlichen Teils bleibt die ALLFLEX-Ohrmarke rundum elastisch und reißt nicht aus. Die integrierte Metallspitze durchschneidet bei der Markierung sauber das Ohr.    

Lieferbare Farben: gelb, rot, orange, blau, grün, weiß, rosa
Standardfarbe gelb, Farbwunsch bitte angeben

Bestellhinweis: Bei Prägung bitte Beschriftung genau angeben!
  
Beispiel 1: JUWG gelb = Junior, weiblich, geprägt (und ­Angabe), gelb
Beispiel 2: SEMU grün = Senior, männlich, ungeprägt, grün

Elektronische Tiererkennung
In den letzten Jahren hat sich bei der Einführung der elektronischen Kennzeichung von Nutztieren viel getan.
Die EU hat vorgeschrieben, dass Zuchtschafe und -ziegen auch elektronisch lesbar zu kennzeichnen sind. Als Einführungstermin wird von 2010 gesprochen.  
Einzelne Länder (unter anderem Deutschland) versuchen das Einführungsdatum zu verschieben. Laut BMELV ist es keine Frage mehr, ob elektronisch gekennzeichnet wird, sondern nur noch die Frage ab wann. Somit sind dann alle deutschen Schaf- und Ziegenhalter angesprochen.
Spanien machte den Anfang, dort wurden bereits alle ab 2006 geborenen Zuchttiere mit Boli gekennzeichnet.
Etwa 10 Millionen Tiere tragen schon einen Bolus, zum überwiegenden Teil von RUMITAG.
Bereits jetzt steht fest, dass die elektronische Kennzeichnung in Spanien ein voller Erfolg ist. 
Für die Rinder sind die elektronischen Ohrmarken nach der neuesten VVVO bereits als offizielle Zweitkennzeichnung zugelassen. Die Zeit der dicht geschmückten Ohren ist dann vorbei.  
Schnell, sicher und fehlerfrei können dann die offiziellen Tiernummern mit Lesern erfasst werden.

Wir sprechen bei der elektronischen Kennzeichnung der Tiere nicht mehr von Versuchen, sondern auf Basis der internationalen Normen ISO 11 784 und 11 785 geht es um die weltweite Umsetzung der elektronischen Tierkennzeichnung in den rauen Alltag.
Die Länder Südamerikas und Kanada beginnen Herkunftssicherungssysteme auf elektronischer Basis für die Exportfleischproduktion aufzubauen. 
Australien ist mit der elektronischen Kennzeichnungspflicht für Rinder bereits noch weiter. Dort tragen die Rinder nur mehr eine elektronische Ohrmarke zur Kennzeichnung! 
 
1. Injizierbare Transponder
Injektate werden bevorzugt verwendet bei Tieren, denen die Kennzeichnung von außen nicht angesehen werden soll, also  Haustiere, Pferde und Zootiere.  
Bei diesen Transpondern ist die Elektronik in einer Glashülle verpackt. Die steril in scharfer Einwegnadel erhältlichen Injektate werden unter die Haut oder in einen Muskel des Tieres injiziert. Bei Hunden, Katzen und Pferden zur reinen Kennzeichnung  ist das 12 mm Injektat sehr beliebt, dieses ist kaum größer als ein Reiskorn. 23 mm und 32 mm lange Injektate verwendet man bei Pferd an Abruffütterungen wegen der größeren Erkennungsreichweite.

2. Bolustransponder
Der RUMITAG-Bolus besteht aus einem Keramikzylinder mit eingesetzter Elektronik.
Der Bolus wird von Wiederkäuern geschluckt und bleibt durch Form und Gewicht sicher im Vormagen  (Pansen oder Netzmagen). Der Bolus ist erste Wahl für Schafe und Ziegen. Auch große Wiederkäuer wie Rinder und Wasserbüffel sind bereits mit Boli gekennzeichnet worden. Vorteilhaft sind die einfache Verabreichung und die unproblematische Entnahme im Schlachthof.
Durch die Möglichkeit der Schlachthofentnahme und anschließende Wiederverwendung eignet sich der Bolus sehr gut für Qualitätsfleischprogramme mit Kreislauf vom Landwirt bis zum Schlachthof. Bei der offiziellen Kennzeichnung werden die Boli nach dem Schlachten aus dem Verkehr gezogen.

Früh verabreichbar ist der Minibolus von nur 20 Gramm Gewicht zur Kennzeichnung von Schafen und Ziegen ab 10 bis 12 kg Lebendgewicht. Die Eingabe bei jungen Lämmern ist einfach mit der Hand möglich und die Verlustraten sind sehr gering.
Dieser Minibolus ist in Großbritannien mit etwa 3,5 Millionen Stück im Großeinsatz beim NSP um scrapie-resistente Schafe zu züchten.
Der Bolus stellt hier die schnelle Identifikation der Tiere sicher und ergänzt sich bestens mit den genetischen Probenohrmarken zur Alel-Bestimmung der Zuchttiere.

3. Elektronische Ohrmarke
Die elektronische ALLFLEX-Ohrmarke wird mit einer speziellen Ohrmarken-Zange UM oder TOTAG in die Ohrmuschel eingezogen und ist wegen ihrer geringen Maße und des leichten Gewichts viel besser geschützt als Sichtohrmarken.
Für Schafe, Ziegen und Schweine ist die kleinere EETS-Ohrmarke erhältlich.
Bei Ohrmarken für die innerbetriebliche Wiederverwendung ist das Dornloch zur Wiederverwendung offen, bei der offiziellen elektronischen Kenn­zeich­nung ist die Kappe über dem Dornloch geschlossen. Manipulationen sind durch die zerstörte Kappe sofort er­sichtlich.

 

Handlesegeräte

Pocket Reader

  • für Kleintiere und Pferde
  • handlicher ISO-Taschenleser für Kleintiere oder gelegentliche Lesungen
  • für alle Transponder nach ISO 11 784 und ISO 11785
  • Einknopfbedienung zum Anschalten und Lesen
  • drei weitere Tasten zur Veränderung der Lesereinstellungen
  • die erfolgreiche Lesung wird mit rotem LED und Piepser quittiert, die zweizeilige LCD-Anzeige wechselt auf die neue Tiernummer
  • Leser schaltet automatisch bei Nichtgebrauch ab
  • Betrieb mit einer 9-V-Blockzelle (Alkali-Mangan), diese reicht für etwa 2.500 Lesevorgänge

Gesreader 1S

  • für Schweine und kleine Wiederkäuer
  • Handlesegerät zum Anzeigen von elektronischen Tiernummern für alle elektronischen ISO-Ohrmarken, Injektate und Boli
  • nach Betätigen der On-Taste wird der Transponder im Umkreis von ca. 25 cm gelesen und die Nummer auf dem großen, zweizeiligen Display angezeigt.
  • der erfolgreiche Lesevorgang wird durch einen Piepston bestätigt
  • schaltet sich zum Energiesparen nach 15 Sekunden selbsttätig ab
  • auf Wunsch mit Stabantenne für bequemes Lesen von Boli lieferbar
  • weitere Typen auf Anfrage


Gesreader 2SI

  • ausgereiftes Handlesegerät zum Aufnehmen elektronischer Tiernummern
  • liest alle elektronischen Transponder nach dem ISO-Standard berührungslos
  • mit Zuordnungstabelle, die jeder elektronischen Nummer eine offizielle Ohrnummer zuordnet
  • Wird eine elektronische Nummer gelesen, so erscheint in der Anzeige auch die zugeordnete offizielle Tiernummer
  • eingebaute Uhr, jeder Arbeitsvorgang wird mit Datum und Uhrzeit gespeichert
  • zur Erfassung am Gesreader 2S können bis zu 10 Eingabefelder definiert und für jedes Tier benutzt werden
  • Feldname und Datenformat wählbar, z.B. „Indikation“, „Medikament“, „Dosis“ und „Sperrzeit“  Eingabe von Text und Zahlen möglich
  • Übertragung der Daten mit dem mitgelieferten Programm Gescontrol auf den PC
  • Daten sind als Textdatei zur weiteren Verarbeitung bereit
  • als Zubehör ist eine externe Stabantenne für das Lesen von Boli erhältlich


TEXAS TRADING Handleser HL-02

  • kann alle Transponder (elektronische Ohrmarken, Injektate und Boli) nach weltweiten Normen DIN ISO 11 784 und DIN ISO 11 785 lesen
  • auf Tastendruck wird der Lesevorgang gestartet und das rote Anzeigelämpchen leuchtet auf. Eine gefundene elektronische Tiernummer wird mit dem grünen LED und kurzen Piepston quittiert
  • kann bis zu 1600 Nummern zwischenspeichern oder sofort an den Steuerrechner weitergeben
  • Schutzklasse IP67, ist somit wasser- und staubdicht, verträgt den Aufprall aus 1 m Höhe auf Betonboden (allerdings nicht als Treibestock für Rinder geeignet!)
  • Spiralkabel, ausgezogen bis zu 3 m lang
  • wird über den 9-poligen RS-232-Stecker mit einem Steuerrechner verbunden. Hier wird auch die Spannungsversorgung angeschlossen


Konfigurationssoftware zum flexiblen Einstellen des gewünschtes Leserprotokolls  Waage FX41 und HL-02 sind aufeinander abgestimmt und arbeiten zusammen. Die Kombination ermöglicht den kostengünstigen Einstieg in die Wiegung elektronisch gekennzeichneter Tiere.

TEXAS TRADING ISO-Leser

  • kann alle Transponder (elektronische Ohrmarken, Injektate und Boli) nach den zukunftssicheren Standards DIN ISO 11 784 und 11785 lesen
  • Anschalten durch einfachen Daumendruck
  • Anzeige eines Tiernummer-Funds durch roten LED  und Summton
  • automatisches Abschalten bei Nichtgebrauch (Zeit einstellbar) Drei Hilfstasten zum Einstellen
  • interne Uhr zum Speichern von Datum und Uhrzeit des Lesevorgangs
  • automatischer Speichervorgang
  • Speicherkapazität von 1.000 Tiernummern bzw. 500 Tiernummern mit Datum und Uhrzeit
  • gespeicherte Daten können mit dem Datenübertragungskabel an den PC weitergegeben werden
  • leichte Handhabung durch Handschlaufe
  • weiches Gehäuse schützt das Gerät auch bei harten Stößen
  • wasserdicht


Stationärer Treibgangleser
Der Treibgangleser TL-O1 sorgt für die sichere Erkennung von Tieren in großen Beständen

  • erfasst im Treibgang ohne Bedienungsperson Tiernummern und leitet sie direkt an einen Computer (bzw. Waage u.ä.) weiter.
  • Anzeige der Auslesung durch Kontroll-Leuchte
  • Erkennen der Tiere im Treibgang im Vorbeigehen durch angepasste Abmessungen der Ausleseantenne (120 x 60 cm) 
  • Lesereichweite für ALLFLEX-Ohrmarken etwa 60 cm
  • kann in Verbindung mit mobilen Computern oder der Waage FX41 eingesetzt werden. Das nachgeschaltete Steuergerät speichert die Tiernummer gemeinsam mit z. B. Gewicht oder Behandlung für die spätere Auswertung
  • für die harte Beanspruchung in der Landwirtschaft konzipiert und spritzwassergeschützt. Die Elektronik ist stoßgedämpft gelagert
  • speziell für den Einbau in TEXAS TRADING Treibgänge konzipiert
    Energieversorgung über eine 12-V-Autobatterie. Eine Kapazität von ca. 7 Ah ist für Dauerbetrieb an einem langen Arbeitstag ausreichend
  • Montage in Antennentüre bei Panel-Torkombination möglich
 
TEXAS TRADING GmbH --- Ihr Partner für artgerechte Tierhaltung --- Landsberger Straße 33 - D-86949 Windach --- Tel. 08193 / 93130
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